Contact

Prof. Dr. Dr. Hugo Fasold

HUGO FASOLD - Biochemiker, ehm. Vizepräsident und Gestalter des Campus Riedberg

„Weite Welt und breites Leben, langer Jahre redlich Streben,
stets geforscht und stets gegründet“
– Goethes Worte passen nur zu gut auf Hugo Fasold.

Hugo Fasold (geboren am 2. März 1933 in Göttingen) studierte Chemie und Medizin in Erlangen, Basel und München. 1957 legte er sein medizinisches Staatsexamen ab und wurde 1958 zum Dr. med., 1962 zum Dr. rer. nat. promoviert. Ab 1960 war er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Physiologische Chemie der Universität Würzburg. Ein Gastaufenthalt führte ihn nach Cambridge. 1965 habilitierte er sich, 1969 wurde er an das Institut für Biochemie der Universität Frankfurt berufen. In den Jahren 1970, 1978 und 1986 war er Dekan.

Als Vizepräsident (1988-1990) hatte er - neben vielen anderen Aufgaben - den Vorsitz im Senat wie im ständigen Ausschuss für Organisationsfragen und dem wissenschaftlichen Nachwuchs inne. Als Vorsitzender der Auswahlkommission war er darüber hinaus lange Jahre aktiv in der Graduiertenförderung. Er brachte den Ausbau des Campus Riedberg entscheidend voran und konnte als Baubeauftragter an der Realisierung des Biozentrums am Campus Riedberg mitwirken.

Den Universitätsstandort Frankfurt hat er maßgeblich geformt als Weichensteller und Initiator des Studiengangs Biochemie, der seit 1996 als Vollstudiengang besteht. Hugo Fasold prägte lange Jahre als Sprecher des Sonderforschungsbereichs 169 „Struktur und Funktion membranständiger Proteine“ die Forschungslandschaft und förderte somit die internationale Reputation Frankfurts im Bereich der Lebenswissenschaften. Früh hat er sich für eine enge Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Biophysik eingesetzt.
 
Neben dem Verfassen von Lehrbüchern kann er auf eine rege Gutachter- und Publikationstätigkeit verweisen. Sein breites Forschungsfeld spannt den Bogen von intrazellulären Transportprozessen, der Ribosomen-Biogenese hin zur spezifischen Proteinmarkierung und -Quervernetzung. Seine Studierenden werden sich gerne an Vorlesungen erinnern, die gewürzt mit Anekdoten alle in Bann gezogen haben.